Nr. 0867
Gestern Nachmittag (16.07.2026) wurde ein Mann im Ortsteil Wilhelmstadt mutmaßlich homophob beleidigt und mit einem Messer bedroht. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der 38-Jährige gegen 17 Uhr im Südpark an der Heerstraße Ecke Jaczostraße von einem ihm unbekannten, ebenfalls 38 Jahre alten Mann angesprochen und gefragt, ob er homosexuell sei. Nachdem der Gefragte dies bejaht hatte, soll der andere ein Messer aus seinem Hosenbund gezeigt und ihm verbal gedroht haben, ihn mit dem Messer zu verletzen. Der Bedrohte entfernte sich aus der Situation und alarmierte die Polizei. Einsatzkräfte nahmen den 38-Jährigen in der Nähe des Tatortes fest. Das mutmaßliche Tatmesser wurde bei ihm gefunden und beschlagnahmt. Der Tatverdächtige kam für identitätsfeststellende Maßnahmen in ein Polizeigewahrsam, wo sich herausstellte, dass gegen den 38-Jährigen eine offene Fahndung vorlag. Diese war nach der Zahlung eines Geldbetrages erledigt. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann entlassen. Die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes.
Polizeimeldung vom 17.07.2026
Spandau
In der Nacht von Sonntag auf Montag entfernten unbekannte Täter eine Regenbogenfahne aus einem Fensterrahmen in Cottbus – Spremberger Vorstadt und zerissen diese am Ort.
Der Sachverhalt ist nun Gegenstand kriminalpolizeilicher Ermittlungen.
Heute früh griffen zwei bislang noch unbekannte Männer zwei Personen in Kreuzberg an. Nach bisherigen Ermittlungen und Zeugenaussagen waren gegen 4:30 Uhr eine nicht-binäre Person und eine Transfrau gemeinsam auf dem Gehweg an der Kreuzung Yorckstraße/Gneisenaustraße/Mehringdamm unterwegs. Dort trafen sie die beiden Männer, die die nicht-binäre Person beleidigt haben sollen. Da weder sie noch ihre Begleitung auf die Beleidigungen reagierten, sollen die beiden Unbekannten die 30-jährige nicht-binäre Person mit Faustschlägen angegriffen haben, sodass sie zu Boden stürzte. Ihre 31-jährige Freundin eilte zur Hilfe und soll ebenfalls mit Faustschlägen angegriffen worden sein, bis auch sie zu Boden stürzte. Trotzdem die beiden auf dem Boden lagen, sollen die Angreifer weiter zugeschlagen und zugetreten haben. Erst als mehrere Zeugen eingriffen, flüchteten die Angreifer in Richtung Großbeerenstraße. Alarmierte Rettungskräfte brachten die beiden Angegriffenen zu ambulanten Behandlungen in ein Krankenhaus. Sie erlitten Kopfplatzwunden und Schürfwunden. Die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.
Polizeimeldung vom 27.06.2026
Friedrichshain-Kreuzberg
Wie der Polizei am 08.06.2026 angezeigt wurde, haben sich noch Unbekannte einer Regenbogenfahne bemächtigt, die vor dem Rathaus gehisst gewesen war. Bereits im Mai war eine solche Flagge von dort entwendet worden. Nun ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz zu den Tätern und deren Motivation.
Gestern Vormittag soll ein Mann in Zehlendorf einen anderen Mann mit einer Waffe bedroht haben. Gegen 11:40 Uhr soll der 45-jährige Tatverdächtige in der Kirchstraße den 41-jährigen Mann angesprochen, ihn in abwertender Weise als homosexuell bezeichnet und anschließend eine Schreckschusswaffe auf ihn gerichtet haben, ohne zu schießen. Einsatzkräfte suchten den Tatverdächtigen und trafen ihn im Nahbereich an. Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamtinnen und Beamten eine Schreckschusswaffe in dessen Rucksack. Die Waffe wurde beschlagnahmt und als Beweismittel gesichert. Eine freiwillige Atemalkoholkontrolle bei dem Mann ergab einen Wert von etwa 3,3 Promille. Polizeikräfte brachten den 45-Jährigen in ein Gewahrsam, wo eine erkennungsdienstliche Behandlung erfolgte. Die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts.
Polizeimeldung vom 26.05.2026
Steglitz-Zehlendorf
Die Stadt Templin hatte anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans- und Asexuellenfeindlichkeit am 17. Mai gehisst. In der Nacht zum 23. Mai 2026 wurde diese nun durch unbekannte Täter entwendet. Ein Anzeige wurde durch den Bürgermeister über die Internetwache erstattet. Der polizeiliche Staatsschutz der Polizeidirektion Ost ermittelt nun in dieser Angelegenheit.
Gestern Abend wurden Polizeikräfte nach Schöneberg gerufen, nachdem Beschädigungen am Gebäude eines Anti-Gewalt-Projekts festgestellt worden waren. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte ein Mitarbeiter des Zentralen Objektschutzes der Polizei Berlin gegen 20:30 Uhr an der Einrichtung in der Bülowstraße eine beschädigte Schaufensterscheibe bemerkt. Diese war auf einer Fläche von etwa fünf mal fünf Zentimetern mutmaßlich durch einen Steinwurf beschädigt worden. Zudem wurde an einer weiteren Glasscheibe eine etwa 60 Zentimeter mal 40 Zentimeter große Farbschmiererei festgestellt. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen übernommen.
Polizeimeldung vom 26.05.2026
Tempelhof-Schöneberg
In der vergangenen Nacht (zum Samstag, Anm. d. Red.) wurde eine Personengruppe in Neukölln beleidigt und mit Reizstoff angegriffen. Nach bisherigen Erkenntnissen befanden sich drei Personen im Alter von 14, 23 und 29 Jahren gegen 23:30 Uhr in der Karl-Marx-Straße, als sie von zwei Tatverdächtigen homophob beleidigt wurden. Anschließend sprühten die beiden Unbekannten den drei Geschädigten Reizstoff ins Gesicht. Danach flüchteten sie in Richtung Anzengruberstraße. Die Angegriffenen lehnten eine ärztliche Behandlung ab. Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen.
Polizeimeldung vom 23.05.2026
Neukölln
Gestern Abend kam es in Mitte zu mutmaßlich transphoben Beleidigungen und körperlichen Angriffen auf zwei Transpersonen. Dem bisherigen Ermittlungsstand zufolge wurden die 17- und 19 jährigen Personen gegen 22:30 Uhr von drei Tatverdächtigen im Alter von 16, 19 und 21 Jahren über den Alexanderplatz verfolgt und mehrfach aufgrund ihres Geschlechts beleidigt. Im weiteren Verlauf soll der 16 jährige Tatverdächtige der 17 jährigen Person mehrfach ins Gesicht gespuckt und eine Flasche nach ihr geworfen haben. Die Flasche traf sie am Oberkörper – sie erlitt eine Hautrötung und Schmerzen. Eine ärztliche Versorgung wurde abgelehnt. Anschließend soll derselbe Tatverdächtige zwei große Bierflaschen in Richtung der 19 jährigen Person geworfen und diese am linken Arm getroffen haben. Die unverletzt gebliebene 19 Jährige alarmierte daraufhin die Polizei. Einsatzkräfte des Abschnitts 57 nahmen alle drei Tatverdächtigen vorläufig fest. Nach der Feststellung ihrer Identitäten in einem Polizeigewahrsam wurden sie entlassen. Der Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin führt die weiteren Ermittlungen.
Polizeimeldung vom 21.05.2026
Mitte
In der vergangenen Nacht wurde die Polizei zu einer körperlichen Auseinandersetzung nach Plänterwald gerufen. Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten ein 35-jähriger Mann und ein 23-Jähriger gegen 1 Uhr in einem Bus der BVG-Linie N60 an der Haltestelle Rethelstraße in der Straße Am Treptower Park in einen verbalen Streit. Dabei soll der 23-Jährige den 35-Jährigen, der angab, homosexuell zu sein, homophob beleidigt haben. Als der Ältere sich verbal verteidigt haben soll, soll ihm der Jüngere mit der Faust gegen die Schläfe geschlagen haben. Daraufhin soll sich der 35-Jährige körperlich gewehrt haben. Er rief die Polizei. Der 35-Jährige erlitt eine Kopfplatzwunde, lehnte jedoch ebenso wie der 23-Jährige eine ärztliche Behandlung ab. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts hat die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der Beleidigung und Körperverletzung mit möglichem homophoben Hintergrund übernommen.
Polizeimeldung vom 21.05.2026
Treptow-Köpenick
Zwei Männer wurden gestern Abend in Charlottenburg angegriffen und verletzt. Um kurz nach 19 Uhr waren die Männer im Alter von 61 und 57 Jahren zunächst im Schustehruspark unterwegs und im Gespräch mit einer Radfahrerin, als ein unbekannter Mann mit einem Hund dazu kam. Der Unbekannte soll die Männer homophob beleidigt und auch volksverhetzende Äußerungen von sich gegeben haben. Anschließend soll er einen der Männer zu Boden gestoßen haben. Dann entfernte er sich ein paar Meter, kehrte aber wieder zurück, als der zweite Mann ein Foto von ihm gemacht haben soll. Diesen soll er dann ebenfalls zu Boden gestoßen haben. Anschließend soll er ihm noch in den Rücken getreten, geschlagen und ihn zusätzlich bedroht haben. Danach entfernte er sich. Beide Männer wurden verletzt, nahmen jedoch zunächst keine ärztliche Behandlung in Anspruch. Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts übernommen.
Polizeimeldung vom 08.05.2026
Charlottenburg-Wilmersdorf
Gestern Nachmittag (Samstag, 02. Mai 2026 - Anm. der Red.) nahmen Einsatzkräfte einen Mann in Mitte fest. Gegen 17:20 Uhr alarmierten Fahrgäste der U-Bahn-Linie U2 die Polizei zum U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz. Nach bisherigen Erkenntnissen sprach ein Mann im Zug, der in Fahrtrichtung Pankow unterwegs war, eine junge Frau an und forderte sie auf, ihm ihre Kontaktdaten auszuhändigen. Nachdem die 19-Jährige dies verneint haben soll, soll der 34-Jährige seine Aufforderung auf aggressive Weise wiederholt haben. Dem Vernehmen nach stellten sich eine Freundin und ein Freund schützend vor die 19-Jährige, woraufhin der Aggressor den 33 Jahre alten Freund erst homophob und fremdenfeindlich beleidigte und dann mit der flachen Hand auf die Wange schlug. Durch den Schlag sei der 33-Jährige mit seinem Kopf gegen die Wand gestoßen. Zudem habe der Tatverdächtige der 29 Jahre alten Freundin in den unteren Bauchbereich getreten. Bis zum Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte hielten weitere Fahrgäste den Angreifer fest. Die beiden Angegriffenen klagten über Schmerzen, sahen jedoch keinen Bedarf an einer medizinischen Behandlung. Eine freiwillige Atemalkoholmessung beim Festgenommenen ergab einen Wert von rund 2,6 Promille. Die Einsatzkräfte brachten ihn in ein Polizeigewahrsam. Dort wurde ihm auf richterliche Anordnung Blut entnommen. Anschließend wurde er aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Er muss sich wegen des Verdachts der Körperverletzung mit homophobem und fremdenfeindlichen Hintergrund verantworten. Die weiteren Ermittlungen übernahm der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.
Polizeimeldung vom 03.05.2026
Mitte