Queerfeindliche Angriffe

In der vergangenen Nacht soll es zu mehreren queerfeindlichen Straftaten im Zusammenhang mit einer Bar in Prenzlauer Berg gekommen sein. Nach derzeitigem Kenntnisstand soll gegen 1:45 Uhr eine sieben- bis achtköpfige Personengruppe an dem Lokal an der Eberswalder Straße erschienen sein. Ein 17-Jähriger aus der Gruppe soll eine Regenbogenfahne vor dem Lokal aus der Halterung genommen und sie in einen Mülleimer geworfen haben. Ein junger Mann aus der Gruppe habe sich mit einem Baseballschläger in der Hand in Richtung des Lokals gewandt, sei aber geflüchtet, als Einsatzkräfte der Polizei nahten. Die Einsatzkräfte konnten einen 19-Jährigen aus der Gruppe in der Nähe ausmachen. Bei der Klärung des Sachverhalts beleidigte der junge Mann den Barbetreiber homophob. Beide Tatverdächtige wurden nach Feststellung ihrer Personalien entlassen, der 19-Jährige erhielt einen Platzverweis. Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin übernommen.

Polizeimeldung vom 28.06.2025

Pankow

Nr. 1741

Queerfeindlich beleidigt, angespuckt und bedroht - Festnahme

Gestern Nachmittag kam es in einem Bus in Gatow zu einer queerfeindlichen Tat. Nach bisherigem Kenntnisstand befanden sich zwei Frauen im Alter von 35 und 56 Jahren um kurz nach 17 Uhr in einem Bus der Linie X 34, als sie von zwei 14- und einem 15-Jährigen queerfeindlich beleidigt worden sein sollen. Beim Verlassen des Busses an der Haltestelle Alt-Gatow soll der 15-Jährige sie zudem bedroht und beiden in das Gesicht gespuckt haben. Die Frauen nahmen die Verfolgung der Jugendlichen auf und zwischenzeitlich alarmierte Polizeieinsatzkräfte nahmen die Jugendlichen noch in der Nähe fest. Sie wurden zu einem Polizeiabschnitt gebracht, dort ihren Eltern übergeben und wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen dauern an. 

Polizeimeldung vom 27.06.2025

Spandau

Nr. 1735

Körperverletzung nach homophober Äußerung

In der Nacht zu Mittwoch nahm die Bundespolizei einen Mann vorläufig fest, nachdem dieser einen Reisenden beleidigt, getreten und mehrfach geschlagen haben soll.

Gegen 23:30 Uhr soll ein Mann einen Reisenden am Bahnhof Westhafen homophob beleidigt und im weiteren Verlauf unvermittelt mit der geballten Faust in das Gesicht geschlagen und gegen das Bein getreten haben. Dabei erlitt der 20-jährige ukrainische Staatsangehörige eine blutige Wunde im Nasenbereich. Nachdem ein weiterer Reisender die beiden getrennt hatte, flüchtete der Angreifer mit einer S-Bahn vom Tatort.

Homophobe Beleidigung

Gestern Abend wurden Einsatzkräfte der Polizei zu einer Beleidigung nach Schöneberg alarmiert. Nach bisherigen Erkenntnissen und Aussagen wurden gegen 20 Uhr auf der Schwäbischen Straße eine 25-Jährige und ein 26-Jähriger von zwei männlichen Jugendlichen homophob beleidigt. Einer der Jugendlichen filmte die Beleidigungen. Der 26-Jährige nahm daraufhin ebenfalls sein Handy und filmte das Duo. Als Reaktion ging einer der Jugendlichen auf den 26-Jährigen zu und soll ihn geschubst und aufgefordert haben, das zu unterlassen. Anschließend entfernten sich die beiden Jugendlichen in Richtung Rosenheimer Straße. Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts übernommen. 

Polizeimeldung vom 23.06.2025

Tempelhof-Schöneberg

Nr. 1709

Beweismittel sichergestellt

Nachdem am 15.06.2025 eine Versammlung in Bad Freienwalde von mehreren zum Teil vermumten Tätern attackiert und zwei Versammlungsteilnehmer infolgedessen verletzt worden sind, hat die Kriminalpolizei am heutigen Tag die Wohnräume eines 21-jährigen deutschen Tatverdächtigen durchsucht.

Der Beschuldigte ist durch die Aussage eines Augenzeugen in den Fokus der polizeilichen Ermittlungen geraten.

Durch die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) ist ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss beantragt worden, den Kriminalisten des Staatsschutzdezernates in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages umsetzten. Bei der Durchsuchung fanden die Einsatzkräfte möglichweise verfahrensrelevante Beweismittel (Bekleidungsstücke und Mobilfunkgeräte) auf, die sie sicherstellten.

Der Tatverdächtige, der von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch macht, ist nach der Durchsuchung durch die Polizei erkennungsdienstlich erfasst worden. Die sichergestellten Beweismittel werden ausgewertet und Eingang in das Ermitttlungsverfahren finden. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an. 

Sachbeschädigung und Volksverhetzung

Am Sonntagmorgen stellte die Polizei im Rahmen ihrer Streifentätigkeit die Beschädigung einer Regenbogenflagge, vor dem örtlichen Rathaus der Gemeinde Dallgow-Döberitz, fest. Die Flagge wurde augenscheinlich in Brand gesetzt und durch das Feuer weitestgehend beschädigt. Die Stadt wurde umgehend zum Sachverhalt informiert. Zum hiesigen Verfahren wird eine Strafanzeige aufgenommen. Die weitere Bearbeitung obliegt der Kriminalpolizei.

Bei Hinweisen auf eine mögliche Täterschaft wenden Sie sich bitte an die Polizeiinspektion Havelland unter der 03322/275-0 oder jede andere Polizeidienststelle.

Versammlungsteilnehmer attackiert

Für den heutigen Sonntag, den 15.06.2025, war eine Versammlung in Bad Freienwalde unter dem Motto „Für ein buntes Bad Freienwalde“ angemeldet.

Kurz vor 12:00 Uhr haben mehrere bislang unbekannte Personen in der Karl-Marx-Straße Teilnehmer der Versammlung, die zum Teil der queeren Community angehörten, attackiert. Nach derzeitigen Erkenntnissen sollen dabei auch Schlagwerkzeuge oder Holzstöcke genutzt worden sein. Mindestens zwei Personen erlitten dadurch leichte Verletzungen, mussten aber nicht durch Rettungskräfte behandelt werden.

Noch vor dem Eintreffen der Polizei sollen die ca. 10 bis 15 Personen, die zum Teil vermummt gewesen sein sollen, in Richtung Kanalstraße geflüchtet sein.

Sofortige polizeiliche Fahndungsmaßnahmen führten bisher nicht zur Feststellung und Identifizierung der Tatverdächtigen.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet und bittet Zeugen, die das Geschehen beobachtet haben und insbesondere Aussagen zu den unbekannten Tätern und möglicherweise von ihnen genutzten Fahrzeugen machen können, sich unter der Telefonnummer 03341-3300 an die örtlich zuständige Polizeiinspektion Märkisch-Oderland zu wenden oder relevante Informationen über die Internetwache der Brandenburger Polizei via polbb.eu/hinweis mitzuteilen.

 

Die Versammlung wird gegenwärtig fortgesetzt und durch die Polizei geschützt.

Alkoholisiert Polizeibeamte angegriffen

Am Dienstag gegen 08:45 Uhr hat sich ein 38-jähriger Berliner im Ortsteil Heinrichsdorf nach einer Sachbeschädigung an Fahrzeugen aggressiv gegenüber Polizeibeamten verhalten. Der Tatverdächtige fiel zuvor auf, da er in einem Bus geraucht hatte und nach Aufforderung des Fahrers den Bus nicht verlassen wollte. Die Polizei wurde zur Sachverhaltsklärung gerufen. Aggressiv und bedrohend trat der 38-Jährige gegenüber den Polizeibeamten auf (u.a. durch eine homophobe Beleidigung, Anm. d. Red.).

Eine Atemalkoholkonzentration von 1,72 Promille wurde während des Einsatzes in der Atemluft des Berliners festgestellt. Es meldeten sich zwei Fahrzeugführer bei der Polizei, die mitteilten, dass der Berliner, nachdem er doch den Bus verlassen hatte, versuchte, ihre Pkw während der Fahrt anzuhalten. Bei einem 54-jährigen Ford-Fahrer schlug der Mann gegen den Außenspiegel, eine Bürgerin wurde während der Fahrt genötigt, anzuhalten. Nach der Aufnahme einer Strafanzeige wegen Sachbeschädigung beruhigte sich der 38-Jährige und wurde anschließend aus der polizeilichen Maßnahme entlassen. Er fiel dann gegen 11:00 Uhr in der Mariefredstraße erneut auf, als er sich offenbar unbefugt Zutritt in eine Wohnung verschaffte und dort randalierte. Die Wohnungseigentümerin informierte daraufhin die Polizei. Aufgrund wiederholt begangener Straftaten wurde der 38-Jährige in Gewahrsam genommen. Er leistete dabei Widerstand und wurde leicht verletzt. Die Beamten blieben unverletzt. Die genaue Sachschadenshöhe kann nicht beziffert werden. Die Kriminalpolizei ermittelt nun auch wegen Widerstandes.

Gefährliche Körperverletzung mit transphobem Hintergrund

In der vergangenen Nacht bemerkten Polizeikräfte eine verletzte Person in Neukölln. Gegen 22:30 Uhr entdeckten die Kräfte die 27-jährige Transperson an der Sonnenallee Ecke Reuterstraße, die mit einer stark blutenden Kopfverletzung auf der Fahrbahn lag. Sie befand sich in Begleitung einer weiteren, gleichaltrigen Transperson, die über Kopfschmerzen klagte. Gemeinsam mit einer zufällig am Ort anwesenden Ärztin versorgten die Kräfte die am Boden liegende Person zunächst. Hinzualarmierte Rettungskräfte übernahmen die Person dann und brachten sie zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus, während die andere Transperson am Ort medizinisch versorgt wurde. Anschließende Ermittlungen ergaben, dass die beiden Transpersonen gegen 22 Uhr am U-Bahnhof Hermannplatz in einen Zug der Linie U8 einsteigen wollten, als eine der beiden unvermittelt von einem Mann, der sich im Waggon befand und in Begleitung von zwei weiteren Männern war, bespuckt und mit Wasser übergossen worden sein soll. Anschließend flüchtete der Tatverdächtige aus der U-Bahn und verließ den U-Bahnhof. Die beiden Transpersonen liefen ihm bis zur Reuterstraße hinterher. Dort war der Tatverdächtige offenbar in einem Gebäude verschwunden. Als die beiden Begleiter des Tatverdächtigen dann in der Reuterstraße erschienen, kam dieser aus einem Objekt heraus und soll gemeinsam mit einem seiner zwei Begleiter die Transpersonen mit Schlägen angegriffen haben, wodurch beide verletzt wurden. Anschließend waren die Tatverdächtigen offenbar geflüchtet. Die Ermittlungen zu dem Geschehen werden vom Polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin geführt und dauern an.

Polizeimeldung vom 31.05.2025

Neukölln

Nr. 1560

Hauswände beschmiert

Im Cottbuser Ortsteil Sandow wurden mehrere Hauswände in der Sandower Hauptstraße und Sanzebergstraße mit Farbe beschmiert (auch mit homophoben Schriftzügen, Anm. d. Red.). Polizisten stellten am Dienstag Graffitis in einer Größe von mehreren Metern, darunter auch Hakenkreuze, fest.

Sie veranlassten die Entfernung und dokumentierten den vierstelligen Gesamtschaden. Der Staatsschutz übernimmt die Ermittlungen.

Ermittlungen eingeleitet

In den Morgenstunden des 25.05.2025 wurden Polizisten in die Breitscheidstraße gerufen. Unbekannte hatten sich einer Regenbogenfahne bemächtigt, die vor dem Landratsamt in Beeskow (Oder-Spree) gehisst gewesen war. Nun wird die Kriminalpolizei zu ergründen haben, wer sich daran vergriff und welche Motivation diejenigen hatten.

Frau transphob beleidigt und verletzt

Gestern Nachmittag wurde eine Frau in Kreuzberg transphob beleidigt und mit Reizgas besprüht. Laut Zeugenangaben war die 29-Jährige kurz vor 16 Uhr auf dem U-Bahnhof Kottbusser Tor von der U-Bahnlinie U12 in Richtung U8 unterwegs, als sie auf der Rolltreppe im Bereich der Zwischenebene von zwei Unbekannten beleidigt wurde. Als sie die Rolltreppe schließlich verlassen hatte, seien die zwei Männer auf sie zugelaufen und sprühten ihr unvermittelt Pfefferspray ins Gesicht. Anschließend flüchteten die beiden in Richtung U8. Die Frau ging zu Boden, erlitt eine Augen- sowie Atemwegsreizung und wurde von alarmierten Rettungskräften am Ort behandelt. Zudem erlitten zwei weitere Zeuginnen durch das Sprühen ebenfalls eine Atemwegsreizung. Diese lehnten ärztliche Behandlungen ab. Die Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin. 

Polizeimeldung vom 26.05.2025

Friedrichshain-Kreuzberg

Nr. 1253