(Berlin, 17.07.2026). Vor wenigen Tagen am vergangenen Mittwoch hat die Polizei Berlin traditionell vor dem Polizeipräsidium am Platz der Luftbrücke die Regenbogenfahne zur diesjährigen Pride-Week gehisst. Mit Entsetzen mussten wir als Netzwerk von queeren Angehörigen in der Polizei, der Justiz und des Zolls feststellen, dass seitdem die Polizei Berlin den sozialen Netzwerken intensiven Diffamierungen, Hass und Hetze ausgesetzt ist.
"Auch wenn wir als queeres Netzwerk in der Polizei, der Justiz und des Zolls vergangenen Mittwoch nicht zum Hissen der Regenbogenfahne vor dem Polizeipräsidium eingeladen waren, stehen wir hinter der Polizei Berlin", so Marco Klingberg (Landesvorsitzender VelsPol Berlin-Brandenburg e.V.. "Bereits vor über 20 Jahren setzten wir uns als Landesverband dafür ein, dass vor dem Polizeipräsidium als sichtbares Zeichen die Regenbogenfahne gehisst wird. Als 2008 der damalige Polizeipräsident Dieter Glietsch erstmalig die Regenbogenfahne unterstützen wir die Polizei Berlin trotz massiver Kritik auch aus den Reihen der Polizei Berlin. Seitdem wird die Regenbogenfahne jährlich gehisst.
Das Hissen der Regenbogenfahne vor einer Polizeidienststelle bedeutet nicht, dass die Polizei Berlin gegen das Neutralitätsgebot verstößt, dass die Polizei einer Ideologie nachhängt, dass die Polizei Berlin unsere Nationalfahne verdrängen will. Nein es bedeutet, dass die Polizei Berlin sich für eine vielfältige Gesellschaft, gegen Diskriminierung, gegen Ausgrenzung und gegen Queerfeindlichkeit einsetzt. Die Polizei setzt damit auch in diesem Jahr wieder ein sichtbares Zeichen in die Polizeibehörde und in die queere Community hinein.
In Zeiten in dem unsere freiheitlich demokratische Grundordnung und unsere gesellschaftlichen Grundwerte intensiven Angriffen ausgesetzt ist, ist dies ein wichtiges und dringliches Zeichen."